PC-Selbstbau

Seit Jahren baue ich meine Computer selbst. Erst geschah dies aus Geldmangel gepaart mit Interesse. Heute tue ich dies immer noch gern, weil das Konzept des Personal Computers ja eigentlich auch vorsieht, dass ein Benutzer sich aus einer Palette genormter Einzelteile einen Rechner zusammenstellt, der genau auf seine Bedürfnisse zugeschnitten ist. Ein Eigenbau gibt mir auch das Gefühl, die Technik besser zu beherrschen und tiefgreifender zu verstehen.

Umbau eines alten Notebooks:

Toshiba Satellite 1730 CDT

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Austausch der Festplatte

0. Gesamtansicht

Sie sehen hier ein Notebook aus dem Jahr 2000, das ich als Ersatz-PC hergerichtet habe.

Dieser Computer verfügt mit Ausnahme des Deckels als Zugang zu den Speicherbänken über keinerlei von außen zugängliche Einbauschächte. Der Hersteller stellt keine Dokumentationen zum Öffnen des Gehäuses zur Verfügung. Daher habe ich mithilfe von Internet-Foren und ein wenig Wagemut erstmals ein Notebook geöffnet.

Viele Bauteile, wie z. B. Datenkabel und Laufwerksgehäuse, sind viel weniger robust ausgeführt als in PCs. Ansonsten trifft der erfahrene PC-Bastler trotz der ungewohnten räumlichen Anordnung viel Vertrautes an.

Bevor man beginnt, sollte man am besten einige kleine Gefäße für die verschiedenen Schrauben bereithalten. Insgesamt sind 31 Schrauben zu lösen. Als Werkzeug benötigt man lediglich einen sehr kleinen Kreuzschraubenzieher und einen Schraubenzieher mit einer Breite von 1,5 mm.

1) Schrauben im Boden des Notebooks (nicht dargestellt)- insgesamt 9, davon 1 kurz (markiert mit „s“).

2) 2 S. an der Rückseite (nicht dargestellt): an den Scharnieren zwischen Monitor und Sockel. Danach wird der Bildschirm in horizontale Position geklappt, so dass er mit dem Sockel eine Linie bildet.

3. Blende entfernt

3) Jetzt wird es spannend! Lange Fingernägel sind hilfreich, um die Verkleidung zwischen Tastatur und Monitor langsam und gleichmäßig nach oben zu ziehen. Bitte Vorsicht, denn das Plastik ist nicht sehr stabil. Falls man einen Schraubenzieher oder anderen schmalen Gegenstand zur Hilfe nimmt, muss man unbedingt beachten, dass sich im Inneren in der Mitte eine Platine für die Kontrollleuchten befindet und vor dem linken Scharnier die Kabel zum Monitor sowie der Einschaltknopf.

4. Tastatur abgehoben

4) Nun liegen hinter der Tastatur vier S. frei, die sich leicht lösen lassen. Daraufhin kann man die Tastatur einige Zentimeter abheben und zum Monitor hin verschieben. Mit einem Stück Papier habe ich sie sichtbarer gemacht.

Der Verschluss des linken Datenkabels befindet sich unter einem Stück gelben Klebestreifens (einfach abziehen) und der des mittleren Flachkabels unter einem Stück Stanniol, das man hochbiegen kann. Die drei Verschlüsse bestehen jeweils aus einem Sockel und einem Riegel, den man horizontal verschieben kann. Sie sind farblich voneinander abgesetzt. Im Fall des rechten Kabelbaums hat man also die Farben Schwarz (fest) und Weiß (beweglich) gewählt. Wenn man den weißen Riegel nach hinten schiebt, dann wird das gelbe Kabel freigegeben. Nach Lösen des mittleren und des rechten Kabels ist die Tastatur frei.

5. Abbau des Monitors

5) Der Monitor ist nur durch fünf Schrauben an den Scharnieren und durch die Kabel von der Hauptplatine zum Bildschirm (Stecker gleichmäßig hochziehen) mit dem Sockel verbunden.

6. Öffnen des Gehäuses

6) Entfernen Sie zwei weitere Datenkabel. Zwei S. zwischen den Scharnieren des Monitors und vier weitere S. auf der Metallplatte halten die gesamte obere Abdeckung; davon ist eine (rot eingekreist) schwer zu lösen: Bei Druck weicht das Schraubgewinde nach unten aus. Dies sollte man vermeiden und einen gut passenden Schraubenzieher mit einem Blatt von 1,5 mm Breite vorsichtig einzusetzen. Nach diesem Schritt kann man den oberen Teil der Verkleidung recht leicht gleichmäßig abheben. Einige Notebooks muß man wohl öffnen, indem man schmale Riegel in der Lücke zwischen Tastatur und Gehäuse löst.

7. Blick in den Innenraum

7) Fast am Ziel! Vorne von links nach rechts: Festplatte, Diskettenlaufwerk, Einbauschacht des Akkus. Hinten die Hauptplatine (Motherboard) und rechts oben der Lüfter des Prozessors.

Die Festplatte ist nur schwach gepanzert und druckempfindlich. Bitte nicht den Bereich im großen kreisförmigen Ausschnitt belasten. Ihr Einbaurahmen wird nur rechts oben durch eine S. in Position gehalten. Nachdem sie entfernt ist, kann man die Festplatte in den freien Raum vor ihr ziehen und löst sie so von den Pfostensteckern, welche sie mit der Hauptplatine verbindet. Nun ist die Festplatte frei und man muss nur noch vier S. des Einbaurahmens entfernen.

Die ursprüngliche Fp. hatte eine Kapazität von 5,6 Gigabyte und wurde gegen ein Laufwerk mit 30 GB ausgetauscht. Ein BIOS Update war zum Glück nicht notwendig, obwohl es von Toshiba ohne nähere Angaben zu dessen Nutzen angeboten wird. Es wurde wieder eine Festplatte von Fujitsu mit ebenfalls 4000 Umdrehungen/ Minute gewählt. Sie hat € 74,50 gekostet.

Festplatten für stationäre PCs haben übrigens eine Breite von 3,5 Zoll (1 Zoll = 2,54 cm), HDDs für Notebooks und Laptops sind 2,5 Zoll breit.

8. Neue und alte Festplatte

8) Die Unterseiten der beiden Festplatten (Die rechte Festplatte im Einbaurahmen). Rechts unten an den Fp. die unter 6) erwähnten messingfarbenen Pfostenstecker

1. Austausch der Festplatte- Chinesisch VR China 1. Austausch der Festplatte- Chinesisch Taiwan/Rep. China